Hemdenwechsel - Inhalt

Dem Vorspann mit Blick auf die Vorfahren lässt der Autor eine Rahmenerzählung folgen: Der wegen seines Todes 1951 nicht zu Ende geführte Dialog mit dem Vater führt den Autor in eine Lebenskrise und zur kritischen Rückbesinnung auf Kindheit und Jugend. Der christliche Glaube ist für ihn der Faden der Ariadne, der den Weg durch das Labyrinth des Irrglaubens von Rechts und Links finden lässt.
 

Die im Titel genannten erzwungenen Hemdenwechsel symbolisieren die erlebten politischen Entwicklungen. Der Autor stellt sich im gesamten Buch kritisch Hintergrundfragen nach dem eigenen Ich. Woher komme ich? Welche Umwelt hat mich geprägt? Was ist aus mir geworden?

 

Der Rahmenerzählung folgt als chronologisch angelegte Autobiographie eine Erzählungs-Odyssee von 1933 bis 1951. Die Erzählungen spiegeln individuelle Erlebnisse aus der Umwelt des Autors wider, bilden aber zugleich allgemein den Hintergrund der Zeitgeschichte ab.

 

Die meisten Erzählungen sind so strukturiert, dass sie – oft mit Schmunzeln - einzeln gelesen und verstanden werden können, gleichwohl erlebt der Leser in ihnen auch den Fortgang der Zeit. Den Kindheitsträumen folgt in schwerer Zeit der Eintritt in die Pubertät. Irrungen und Wirrungen einer kaum aufgeklärten Generation werden ebenso angesprochen wie die erzwungene Anpassung an den totalitären Staat. Ein wichtiger Schritt ist 1950 die Flucht in den Westen, um dort Abitur zu machen.

 

Mit dem Tod des Vaters wird die Rahmenhandlung wieder aufgegriffen, der ein Nachspann folgt. Darin fällt der Autor Lebensentscheidungen und weist auf künftige Entwicklungen hin.